(Berühmte?) letzte Worte

„Politisches Handeln ergibt sich nicht schon ohne weiteres aus Moral, Ethik oder Theologie. Politisches, pragmatisches Handeln bedeutet die vernunftgemäße Nutzung von Mitteln zu einem moralisch gerechtfertigten Ziel, und die Mittel dürfen auch nicht unmoralisch sein. Ich denke oft, dass Politik die Anwendung feststehender sittlicher Grundsätze auf wechselnde Situationen sein muss. Deshalb darf es kein pragmatisches, kein praktisches Handeln geben ohne die Pflicht, die Bindung an sittliche Grundsätze und Grundwerte.“

aus Helmut Schmidts letztem Bericht zur Lage der Nation als Bundeskanzler am 9. September 1982 im Bundestag (zitiert in der SZ)

Ein Kurier überbrachte mir ein Buch aus dem Bestand von John Harris. Es handelte sich dabei um eine mir noch unbekannte postume Veröffentlichung eines Werkes von Samuel Hirschmann, dem unvergesslichen Präsidenten. Gleich auf der ersten Seite hatte Harris einen Satz angestrichen: Oberstes Ziel aller Staatsführung muss es sein, die verhängnisvolle Kluft aufzuheben, die – fast immer – zwischen der so genannten Realpolitik und den Grundsätzen der Ethik klafft.
Ein Blatt, beschrieben mit der steifen Handschrift des ehemaligen Delta-VII-Commanders, war beigefügt: »Dies, mein lieber Brandis, steht als Wahlspruch über unserer Zukunft, falls wir sie erleben. So oder so: Wir haben es versucht.«
Später begriff ich, dass John Harris in der schrecklichen Einsamkeit eines Präsidenten mir damit seine Freundschaft angeboten hatte.

aus Nikolai von Michalewsky (als Mark Brandis), "Aufstand der Roboter", Freiburg 1972

Das hätte aus der gleichen Feder kommen können.

Die beiden hätten sich bestimmt einiges zu sagen gehabt …

William Shatners Weltraumerfahrung

Vor vier Jahren, am 13. Oktober 2021, flog „Captain Kirk“ für eine Viertelstunde in den Weltraum und wurde damit (mit 90 Jahren) der älteste Mensch im Weltraum. Nach seiner Landung schrieb er seine Erfahrung nieder, die ich hier wiedergeben will (übersetzt von Google), weil sie in einigen Aspekten den Erfahrungen Mark Brandis‘ (von seinem Autor Nikolai von Michalewsky beschrieben z.B. in den ersten Absätzen von „Bordbuch Delta VII“ oder in „Triton-Passage“) ähnelt:

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Es gibt sie noch bei JPC …

… aber nicht mehr lange; die Zeit der physischen Tonträger für das Hörspiel neigt sich dem Ende zu — die Audio-CDs sind out-of-print, nur noch als mp3-CD-Hörspielboxen sind sie zu haben.


Trailer wiedergefunden!

Während der Produktionszeit von Mark Brandis hatten wir gelegentlich Audiotrailer produziert, die nicht lediglich narrativ möglichst gut zusammengeschnittene Audioclips sein sollten. Das Besondere bei diesen war, dass als Erzählerperson ein Charakter aus dem Hörspiel agierte, die oder der „in der Situation“ oder „im Rückblick“ Texte sprach, die im eigentlichen Hörspiel NICHT vorkamen.

Dazu zählten z.B. die Trailer aus

Nie zum Einsatz kam ein bereits produzierter Trailer zu „Blindflug zur Schlange“. Hier hatten wir die Schnittstelle (Marina Krogull) als Erzählerin des Trailers eingesetzt.

Diesen Trailer haben wir jetzt wiedergefunden.

Hört ihn Euch mal an!

AI Fan Content

Was man mit ein paar Prompts über die Mark-Brandis-Serie an eine oder mehrere AI-Sites und mit dem dann zurückgegebenen Song und Bildern im 40er-Jahre Stil so alles auf die Beine stellen kann:

eingestellt von Tobias Busert

Trump = Smith?

Heute ist ein besonderer Tag für die Welt: der 45. Präsident der USA kehrt als 47. Präsident zurück ins Weiße Haus. Sein Elektorat hat die Gerichtsverfahren gegen ihn als „unerheblich“ abgetan. Warum? Vermutlich weil es der republikanischen Presse gelungen war, auf das Wunschdenken der Wähler aufzubauen, dass all das, was man ihm vorwirft, entweder „eine Hexenjagd der politischen Feinde“ war, oder „eben nicht so schlimm ist, weil Trump ja ansonsten die richtigen Prioritäten hat:

  • Einwanderer raus,
  • schwarze Historie raus aus den Unis,
  • freie Waffenwahl,
  • Frauen zurück auf ihren Platz,
  • christlicher Nationalismus als Volksreligion,
  • und die Umwelt ist egal“.

Dass das mehrheitsfähig ist, hätte ich vor ein paar Jahren, eigentlich noch bis November, nicht für möglich gehalten.

Wenn ich an die Mark-Brandis-Bücher denke, speziell an den Bürgerkrieg-Zyklus, und damit an den General aus Texas, der ja auch ein totalitärer Führer aus den USA war, so stellt sich mir die Frage: sind die beiden eigentlich vergleichbar?

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