SALOMON 26 (1) — Wie man einen KI-Text erkennt

„Salomon 76“ ist einer der Mark-Brandis-Bände, der sich unter Brandis-Fans großer Beliebtheit erfreut, der aber nicht in Hörspielform adaptiert wurde. Statt dessen, sozusagen 50 Jahre später, soll „Salomon 26“ jetzt als Kategorietitel für eine Artikelreihe stehen, die sich mit Besonderheiten von „Künstlicher Intelligenz“ beschäftigt.

Anlass für diesen Artikel ist ein Posting in einem Hörspielforum. Dort hatte ein produktiver Hörspielrezensent eine Porträtartikelreihe gestartet, die sich mit markanten Hörspielcharakteren beschäftigt. Einer davon war Mark Brandis.

Natürlich war ich neugierig. Nicht, dass ich erwartet hatte, etwas Neues zu erfahren, aber eine individuelle Meinung lese ich immer gern: was sieht der Autor des Artikels als „das Besondere“, weswegen der Charakter eine Würdigung verdient?

Das als Header gepostete KI-Porträt von Mark Brandis hätte mir eine Warnung sein müssen:

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Die Ressourcenkrisen

Ich gebe es ehrlich zu … dieser Begriff stammt nicht von Nikolai von Michalewsky.

Beim Konzipieren der Hörspiele suchte ich nach einem genügend allgemein formulierten Begriff für die Zeit zwischen unserem Jetzt und der Zeit von Mark Brandis. Zwei waren mir eingefallen:

  • die Ressourcenkrisen
  • die Einigungskriege
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(Berühmte?) letzte Worte

„Politisches Handeln ergibt sich nicht schon ohne weiteres aus Moral, Ethik oder Theologie. Politisches, pragmatisches Handeln bedeutet die vernunftgemäße Nutzung von Mitteln zu einem moralisch gerechtfertigten Ziel, und die Mittel dürfen auch nicht unmoralisch sein. Ich denke oft, dass Politik die Anwendung feststehender sittlicher Grundsätze auf wechselnde Situationen sein muss. Deshalb darf es kein pragmatisches, kein praktisches Handeln geben ohne die Pflicht, die Bindung an sittliche Grundsätze und Grundwerte.“

aus Helmut Schmidts letztem Bericht zur Lage der Nation als Bundeskanzler am 9. September 1982 im Bundestag (zitiert in der SZ)

Ein Kurier überbrachte mir ein Buch aus dem Bestand von John Harris. Es handelte sich dabei um eine mir noch unbekannte postume Veröffentlichung eines Werkes von Samuel Hirschmann, dem unvergesslichen Präsidenten. Gleich auf der ersten Seite hatte Harris einen Satz angestrichen: Oberstes Ziel aller Staatsführung muss es sein, die verhängnisvolle Kluft aufzuheben, die – fast immer – zwischen der so genannten Realpolitik und den Grundsätzen der Ethik klafft.
Ein Blatt, beschrieben mit der steifen Handschrift des ehemaligen Delta-VII-Commanders, war beigefügt: »Dies, mein lieber Brandis, steht als Wahlspruch über unserer Zukunft, falls wir sie erleben. So oder so: Wir haben es versucht.«
Später begriff ich, dass John Harris in der schrecklichen Einsamkeit eines Präsidenten mir damit seine Freundschaft angeboten hatte.

aus Nikolai von Michalewsky (als Mark Brandis), "Aufstand der Roboter", Freiburg 1972

Das hätte aus der gleichen Feder kommen können.

Die beiden hätten sich bestimmt einiges zu sagen gehabt …

Trump = Smith?

Heute ist ein besonderer Tag für die Welt: der 45. Präsident der USA kehrt als 47. Präsident zurück ins Weiße Haus. Sein Elektorat hat die Gerichtsverfahren gegen ihn als „unerheblich“ abgetan. Warum? Vermutlich weil es der republikanischen Presse gelungen war, auf das Wunschdenken der Wähler aufzubauen, dass all das, was man ihm vorwirft, entweder „eine Hexenjagd der politischen Feinde“ war, oder „eben nicht so schlimm ist, weil Trump ja ansonsten die richtigen Prioritäten hat:

  • Einwanderer raus,
  • schwarze Historie raus aus den Unis,
  • freie Waffenwahl,
  • Frauen zurück auf ihren Platz,
  • christlicher Nationalismus als Volksreligion,
  • und die Umwelt ist egal“.

Dass das mehrheitsfähig ist, hätte ich vor ein paar Jahren, eigentlich noch bis November, nicht für möglich gehalten.

Wenn ich an die Mark-Brandis-Bücher denke, speziell an den Bürgerkrieg-Zyklus, und damit an den General aus Texas, der ja auch ein totalitärer Führer aus den USA war, so stellt sich mir die Frage: sind die beiden eigentlich vergleichbar?

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MB-Special in der „phantastisch!“ (#64)

Seite Ende Oktober und noch bis Ende des Jahres im Bahnhofsbuchhandel zu kaufen ist die Ausgabe #64 der Quartalszeitschrift „phantastisch!“, zu der Autor Olaf Brill einen längeren Hintergrundartikel zu MARK BRANDIS beigetragen und zudem ein Interview mit Comicautor Michael Vogt und Hörspielautor Balthasar geführt hat.

Zitat aus dem Vorwort des Chefredakteurs:

Liebe Freunde des phantastischen Genres,
wie bereits im letzten Heft angekündigt, widmen wir uns in dieser Ausgabe in besonderer Weise dem Thema MARK BRANDIS. Olaf Brill stellt Nikolai von Michalewskys Jugendbuchreihe vor und hat zudem ein Gespräch mit Michael Vogt und Balthasar von Weymarn geführt.
Balthasar von Weymarn ist seit 2007 verantwortlich für die erfolgreiche MARK BRANDIS-Hörspielreihe, die 2015 abgeschlossen wurde und seit 2014 durch Mark Brandis’ Jugendabenteuer erweitert wird. Außerdem erscheinen ab Oktober 2016 bei Panini die Comicalben von Michael Vogt zum »Bürgerkrieg-Zyklus«, basierend auf den ersten vier MARK BRANDIS-Büchern.

Titelbild der

Titelbild der „phantastisch!“

Online auch hier erhältlich!