B05 – Vorstoß zum Uranus

Vorstoß zum Uranus (verlinkt zu Amazon)

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Die erste große Expedition in die Tiefen des Sonnensystems, der Flug von Commander Ernest D. Scott mit einer Delta IX zum Uranus, stand unter keinem guten Stern. Bei der Landung entging das Schiff nur knapp der totalen Katastrophe. Mit gebrochenem Triebwerk war der Erkundungskreuzer auf dem fernen Planeten gestrandet.

Im Oktober des Jahres 2072 unternahm Commander Mark Brandis Testflüge mit dem ersten Prototypen eines protonen-getriebenen Raumschiffes der Epsilon-Klasse. Bei einem dieser Tests wurde die Hermes von einer Art Schockwelle eines Pulsars getroffen, wobei der Stamm-Pilot, Captain Robert Monnier, schwer verletzt wurde.

Zurück auf der Erde erfuhr Commander Brandis erst von der Lage der Uranus-Expedition. Der Vorsitzende des Rates für innere und äußere Sicherheit, Wladimir Nekrassow, und der VEGA-Präsident John Harris baten ihn, mit einem erweiterten Testflug Scott und seine Mannschaft vom Uranus zu retten und Delta IX entweder zu bergen oder zu zerstören, da die VOR ein Schiff ausgeschickt hatte, um sich des schweren Kreuzers zu bemächtigen.

Der Commander wollte zunächst ablehnen, wurde dann aber durch einen Zwischenfall, bei dem sein Bürgerkriegs-Gefährte Captain Danielson getötet wurde, umgestimmt.

Am 4. November brach die Hermes zur Rettungsaktion auf. Um die Auswirkungen der Pulsar-Schockwellen zu untersuchen, war die Astrophysikerin Ludmilla Wolska mit an Bord. Als Ersatz für den verletzten Captain Monnier hatte Brandis Captain Martin van Kerk bekommen. Diesen musste er jedoch zuerst aus dem Gefängnis von Las Lunas befreien, wo dieser nach einer Auseinandersetzung mit rassistischem Hintergrund einsaß.

Auf dem Uranus wurde die Lage immer verzweifelter. Commander Scott schickte die Lieutenants Madox und McIntosh aus, um in einiger Entfernung vom Schiff vielleicht doch Funkkontakt zur Erde herstellen zu können.

Nach dem Zusammenstoß mit einem Meteoritenschwarm ließ Kommandant Brandis von seinem Bordingenieur William Xuma die Außenhülle der Hermes untersuchen. Während des Außenbordeinsatzes schlug das Pulsar-Phänomen wieder zu und Lieutenant Xuma ging verloren. Nach zweiundsiebzig Stunden erfolgloser Suche setzte die Hermes ihren Anflug auf den Uranus fort.

Kurze Zeit später wurde Commander Brandis von dem VOR-Schiff, das zu diesem Zeitpunkt den Wettlauf zum Uranus längst verloren hatte, informiert, dass sie Lieutenant Xuma geborgen hatten In die Überlegungen von Commander Brandis hinein schlug der Pulsar ein drittes Mal zu. Dieses Mal wurde der Commander selbst verletzt.

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Vorstoß zum Uranus (altes Cover)

Dadurch bekam er auch nichts von dem Ultimatum mit, dass die Hermes vom Kommandanten der VOR-Pagode erhielt: Abbruch des Anfluges gegen das Leben des schwarzen Bordingenieurs. Captain van Kerk hielt es nicht für nötig, Brandis wegen der Gefährdung eines schwarzen Besatzungsmitgliedes zu stören. Als der Commander dies erfuhr, stellte er Captain van Kerk unter Arrest.

Unter den Besatzungsmitgliedern, die auf dem Uranus immer noch in der Delta IX ausharrten kam es zu einem tödlichen Zwischenfall. Lieutenant Sini drehte durch und versank mit dem Dingi, mit dem er nach eigener Aussage eigentlich heimkehren wollte in einem Malstaubkrater des Uranus.

Die Lieutenants Madox und McIntosh, die sich nach erfolglosen Versuchen, Funkkontakt zur Erde aufzunehmen, wieder auf dem Rückweg gemacht hatten, waren zu diesem Zeitpunkt bereits beide tot. McIntosh war ebenfalls in einem Malstaubkrater versunken, Madox starb wahrscheinlich an Erschöpfung bzw. Sauerstoffmangel. Von ihm fand man später die Aufzeichnungen, seine Leiche nicht.

Derweil hatte sich das Blatt im Konflikt mit dem VOR-Schiff gewendet. Lieutenant Xuma hatte ein Loch in die Pagode gesprengt. Commander Brandis bot seine Hilfe gegen die Freilassung des Lieutenants an.

Mit Lieutenant Xuma an Bord erreichte die Hermes schließlich den Uranus. Bei der Landung am 29.11.2072 entkam das Schiff nur knapp einer Katastrophe. Beinähe hätte es in einem Malstaubkrater aufgesetzt, wurde jedoch in letzter Sekunde gewarnt.

Commander Scott und Captain Gottwald erholten sich auf der Hermes sehr schnell. Die Ingenieure der Hermes bekamen sogar die Delta IX wieder flott.

Doch Commander Scott, der die Schmach der Bruchlandung nicht ertragen konnte, startete das Schiff mit Kurs zur Sonne. Dabei kam es noch zu einem Zwischenfall: Captain van Kerk wurde durch den Start in einen Malstaubkrater geweht. Ausgerechnet der schwarze Lieutenant Xuma rettete ihm das Leben.

Die Hermes nahm Heimatkurs auf.

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