Wurdack-Verlag schließt die Tore

Zum Ende des Jahres wird das Unternehmen von Ernst Wurdack, das seit 2009 die komplette Wiederveröffentlichung der Mark-Brandis-Reihe gestemmt hatte, die Verlagstätigkeiten einstellen. Besonders von Interesse für Brandis-Leser ist der Zeitpunkt der letzten Auslieferungen an den Handel.

Bis November sind die Bände noch über meinen Shop verfügbar, die Barsortimente nehmen sie Ende des Monats raus, haben aber so gut wie keine Lagerbestände mehr.

Ernst Wurdack

Auch die E-Books werden ab Ende 2024 nicht mehr erhältlich sein.

Wer also noch gedruckte Bücher aus der Wiederauflage der Reihe nichtantiquarisch für die eigene Sammlung sucht, sollte in den nächsten Wochen bestellen, solange der Vorrat noch reicht.

Interview mit Reinhild von Michalewsky

Wie kam es eigentlich zum Ende der MARK BRANDIS-Reihe? 1987 erschien »Geheimsache Wetterhahn«, und dann kam kein Anschlussauftrag für das nächste MARK BRANDIS-Buch.
Also, MARK BRANDIS war finanziell ein Supererfolg, auch für den Verlag. Dann ebbte die Science-Fiction-Welle ein bisschen ab. Herder ist auch nicht unbedingt der Verlag gewesen, der groß Public Relation machte. Ich sag es jetzt mal so, wie mein Mann es beurteilte: Herder hat sehr spät erkannt, dass die Verkaufszahlen einbrachen, und sie haben nicht gegengesteuert, sondern irgendwann gesagt: »Na ja, läuft nicht mehr.« Das heißt, MARK BRANDIS starb so langsam vor sich hin. Und dann gab es halt irgendwann keinen neuen Auftrag.

phantastisch #65

phantastisch #65

In der ab dem 20.1. auch im Bahnhofsbuchhandel erhältlichen Ausgabe der phantastisch! ist neben der Fortsetzung des Artikels aus der #64 das längere Interview zu finden, das Olaf Brill bei seinem Besuch im Teufelsmoor mit Nikolais Ehefrau Reinhild geführt hatte, und in dem es auch um seine Arbeit als Schöpfer der MARK BRANDIS – Romane geht.

Das Heft ist bis Ende März 2017 im Handel.