Würde es wohl einen Unterschied machen, wenn der nächste G7-Gipfel nicht mehr auf der Erde, sondern im Orbit oder auf dem Mond stattfände? Hätte der Overview-Effekt einen entscheidenden Einfluss auf solche Gespräche, würde der Blick wirklich geweitet, würden die Dimensionen unseres Handelns auf dem Planeten Erde tatsächlich klarer realisiert?
Peter Dubina: Entscheidung im Weltraum, Stuttgart 1975, S. 117
Vom Weltraum aus gesehen erscheint unsere Heimatwelt dem Betrachter „leuchtendblau wie ein Saphir und mit weißen Wolkenfeldern übersät, vor dem Hintergrund von Myriaden glitzernder Sterne“. .
Wenn schon der Overview-Effekt, den Astronauten bereits erleben, wenn sie nur im Orbit bei ihren schnellen Umkreisungen auf die Erdoberfläche blicken, aus eben diesen Astronauten schwärmerische Dichter machen kann (vgl. Stundenschlag FÜNF), also ehemalige Militärpiloten, Materialwissenschaftler und im Grunde doch eher nüchtern eingestellte Zeitgenossen in Menschen verwandelt, die sich plötzlich in einen Planeten in seiner Gesamtheit verlieben, dann hätte sich doch inzwischen – nicht nur für die Astronauten – etwas… ja, wie könnte man es anders sagen, verändern müssen.
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