„Bordbuch Delta VII“ als Comic

Seit vielen Monaten entsteht in Michael Vogts stillem Büro in Berlin-Lichterfelde eine epische Adaption des ersten Mark-Brandis-Buches als Comic. Inzwischen ist mit Panini Comics ein Verlag gefunden und ein VÖ für den Herbst 2016 avisiert.

Arbeitsgerät Wacom-Tablet

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Zeit, dass er uns mal erzählt, wie sowas abläuft und aussieht.

Michael Vogt: Seit 2008 entstehen meine Comics größtenteils digital. Ich nutze dazu das Programm „MangaStudio“, das in Zusammenhang mit dem digitalem Zeichenbrett „Wacom Cintiq“ ein Arbeiten wie auf Papier ermöglicht (Abb. rechts), mit allen Vorteilen, die rechnerbasiertes Arbeiten bietet. Der allererste Schritt erfolgt aber nach wie vor auf Papier: Nachdem ich das Skript grob auf Comicseiten verteilt habe, fange ich an, Seitenskizzen, sogenannte „Thumbnails“ zu skizzieren. Jede Skizze ist etwas kleiner als eine Postkarte, so dass vier davon auf eine normale DIN-A4-Seite passen.

Sie dienen als erste grobe Übersicht, ob alle Szenen so funktionieren, wie ich mir gedacht habe und welchen Platz sie benötigen. Danach übertrage ich diese Skizzen in etwas feinerer Form in das Zeichenprogramm (Rohskizzen) und setze auch schon den Text ein, um den Platzbedarf hierfür zu ermitteln. Wenn ich mit der Seite zufrieden bin, mache ich eine präzisere Vorzeichnung (Feinskizze) und ändere gegebenenfalls noch Blickwinkel oder Aufbau ein wenig (hier zum Beispiel die Ansicht im linken unteren Panel). Der Vorgang ist die digitale Variante der üblichen Bleistiftvorzeichnung einer Comicseite und wird auch als „Pencils“ bezeichnet. Der nächste Schritt ist das „Tuschen“ oder „Inking“, der finale schwarze Strich, der die Zeichnung definiert. Als letztes erfolgt dann das Kolorieren der Seite. Ich nutze dazu das weitgehend bekannte Programm „Photoshop“. Insgesamt brauche ich an Arbeitszeit für eine Seite etwa 3-4 Tage.

Und so sehen die einzelnen Stufen einer Seite von Thumbnail bis zur Vollfarbseite aus:

Update 4.3.: Im Comic-Report stellt Panini-Comics-Vertriebsleiter A. Bubenheimer das Herbstprogramm 2016 vor und geht dabei besonders auf diese Adaption ein:

Es ist in jedem Bereich immer schön und befriedigend, auch deutsche Künstler im Programm zu haben, ein Stück weit sehen wir das auch als Verpflichtung gegenüber dem Markt, in dem wir agieren. Im Superheldenbereich geht das ja über einen Umweg, bei Cartoons und Graphic Novels machen wir das regelmäßig in jedem Programm. Und jetzt halt auch bei Alben. Aber die konkrete Antwort ist, dass Michael Vogt, der in enger Verbindung zu der Witwe des Mark Brandis-Autors steht, das Comicprojekt konzipiert hat und damit auf uns zukam. Das Konzept hat uns gleich überzeugt, zumal wir wissen, dass die Hörbuchreihe recht erfolgreich läuft, und eine Adaption als Comic bietet sich bei diesem Stoff wirklich gut an. Und deshalb hebt er jetzt ab.

Laut M. Vogt wird das erste Hardcover-Album 56 Seiten umfassen und zum Preis von €16,99 ab Mitte Oktober erhältlich sein.

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Eine Antwort auf „Bordbuch Delta VII“ als Comic

  1. Birgi Werthmann says:

    dieser Comic ist schon so gut wie gekauft

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