Mark Brandis als Einfluss

Heute erscheint als Neuauflage im Goldmann-Verlag Andreas Grubers Buch mit dem Titel „Die letzte Fahrt der Enora Time“, ein Band mit SF-Kurzgeschichten.

Im neu verfassten Vorwort beschreibt der Autor, wie er zur SF kam … und siehe da …

… da kommt doch ein bekannter Weltraumschifftestpilot vor:

Ich war vierzehn, als im Sommer eine ehemalige Schulfreundin meiner Mutter zu Besuch in unsere Wiener Wohnung kam. Tante Traude, so durfte ich sie nennen, brachte mir als Geschenk ein Buch mit. Einen Sammelband mit zwei Romanen. Ich weiß noch, Vanilleeis klebte am Cover, denn während der Fahrt mit der Straßenbahn war ihr leider die Eisbox aufgesprungen, die sie ebenfalls als Geschenk mitgebracht hatte. Aber das störte mich nicht. Sofort begann ich zu lesen, und ich fand es – um Spock zu zitieren – faszinierend. Es waren die ersten zwei Bände von Mark Brandis, einer Science-Fiction-Serie für Jugendliche, die der deutsche Autor Nikolai von Michalewsky unter dem Pseudonym Mark Brandis in der
Ich-Form geschrieben hatte. Auch wenn es sich um eine Jugendserie des Herder Verlags handelte – es war literarisch anspruchsvoll, mitunter sogar poetisch geschrieben, immer spannend zu lesen und vermittelte zwischen den Zeilen sogar eine Botschaft: Zivilcourage.
[…]
Als ich mit sechzehn Jahren mein erstes Geld als Ferialpraktikant verdiente, kaufte ich mir die Bücher der Reihe nach. Ich besitze sie noch heute, alle 31 Bände und den Sonderband. Und gelegentlich lese ich darin – und finde sie immer noch großartig.
Leider war es mir nicht vergönnt, Nikolai von Michalewsky persönlich kennenlernen zu dürfen. 1999 hatte ich ihn in Dortmund auf einem SF-Con knapp verpasst, weil er früher als geplant abgereist war. Im Jahr darauf ist er leider verstorben. Aber ich besitze ein Autogramm von ihm, denn natürlich habe ich ihn als jugendlicher Fan mehrmals angeschrieben.
Übrigens gibt es eine sehr empfehlenswerte Hörbuchreihe mit den vertonten Mark-Brandis-Romanen in neuem Gewand, die ich sehr gelungen finde und die mich in Jugenderinnerungen schwelgen lässt.


–> Mehr dazu

Danke für die sehr freundlichen Worte (und die Hörspiel-Empfehlung)!

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