20.12.2009

Auszug aus Andromeda #113

Aus einer alten Ausgabe der Andromeda-Nachrichten von 1986 zitiere ich auszugsweise einen Artikel zu Nikolais Arbeit am 30. (dem vorletzten) Band, "Die Eismensch-Verschwörung":

SF-Romane für Erwachsene und bei anderen Verlagen (womöglich in etablierten SF-Verlagen wie z.B. Heyne) zieht der Autor derzeit nicht in Erwägung. Solange die Brandis-Serie ein derartiger Erfolg sei, wolle er es bei den zwei Romanen pro Jahr dazu belassen. Andere Romane mit anderen Thematiken würden nur seiner eigenen aufgebauten Brandis-Welt ins Gehege kommen, was letztlich der literarischen Qualität wohl nicht sonderlich guttun würde. Und in Sachen SF-Hörspiel sehe er z.Zt. in der Bundesrepublik keinen ausreichenden Markt dafür. Außerdem bringen natürlich Arbeiten für Funk und Fernsehen im Vergleich zur Romanschreiberei wesentlich bessere Verdienste, vor allem auch was den Zeitfaktor angeht. Wie vielseitig von Michalewsky tätig ist, zeigte sich angesichts der Arbeit, die er just in den Tagen anfertigte. Es ging dabei um die Weltgesundheitsorganisation (WHO) der UN und deren Bekämpfung der Pocken. Wie es inhaltlich mit der Serie weitergehen soll, dazu liegen von Leserseite aus massenhaft Vorschläge bereit.

Der Verlag schickt dem Autor von Zeit zu Zeit die Leserreaktionen zu, Durchschnitt liegt bei einem Brief pro Tag. Das Alter der Schreiber liegt zwischen 10 bis 40 Jahren, wobei auffällig ist, daß über die Hälfte der Briefe weiblichen Ursprungs ist (allerdings nur wenige Fragen nach den Frauen der Roman-Handlung). Es ist schon überaus kurios, so ein Schreiben mal zu überfliegen, wie 'ernst' einige Leute das Geschehen in den Büchern nehmen und herumanalysieren und sich Gedanken über die weiteren Taten der Figuren machen (erinnert doch sehr an Reaktionen der Leser zur Rhodan-Heftserie auf deren Leserkontaktseiten). So gesehen wird es sicher noch manche Folge der Brandis-SF-Serie geben, aber sonst nichts in Richtung SF von Nikolai von Michalewsky.