11.08.2008

Vorbilder beim Schreiben

Ich bin als Autor in der letzten Zeit mehrfach gefragt worden, auf welchen Schultern "Mark Brandis" als Hörspiel steht. Das Offensichtliche mal weggelassen (NvMs Bücher) kann ich nicht ohne ein gewisses Bedauern sagen, dass ich auf der Suche nach Vorbildern, mit welcher Vision und welchem Detailreichtum Mark Brandis' Welt und sein (verändertes) Universum aussehen sollte, ausschließlich in die USA schauen konnte -- und zwar weniger zu Hörspielen, als mehr zu SF-TV-Serien.

Es ist beängstigend, wie gut seit der Jahrtausendwende US-amerikanisches SF-TV wieder geworden ist. Joss Whedons Western-SF-Hybrid Firefly schaffte es mit nur 14 Episoden, einen riesigen Kreis an Fans zu mobilisieren, die den Charakteren rund um Malcolm Reynolds überallhin folgen. Ron Moores Neukonzeption der 70er-Jahre-Serie Kampfstern Galactica überzeugte vom Start weg mit einem großen Wurf in der Konzeption einer riesengroßen Welt komplett mit komplexer Vergangenheit und Gegenwart hin zu einer ungewissen Zukunft. Heroes hat das, was eine Serie sein kann, erweitert und gezeigt, dass es funktionieren kann, einer Serienwelt immer neue wiederkehrende Charaktere hinzuzufügen.

Aber in letzter Konsequenz ist eine funktionierende Serie, egal ob Film, TV, Hörspiel oder Buch eins: glaubwürdige, komplexe und echte Charaktere in einer packenden Handlung. Klingt so einfach, ist aber große Kunst. Hier mitzuhalten ist viel Arbeit. Es gibt in den USA ein paar richtige Meister im Moment. Und dass ich denen beim Schreiben nachstrebe, gebe ich gerne zu.

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1 Kommentare:

Anonymous Anonym meinte...

An den Drehbuchautor B. von Weymarn:
Sie leisten gute Arbeit im Umsetzen der Bücher in Hörspieldrehbücher. DANKE für so manches Kopfzerbrechen (Was nehme ich ins Drehbuch mit hinein, was lasse ich weg?)DANKE für das gut gelungene Buch zu "Verrat auf der Venus. Viele Grüße!

5.9.08  

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